Weiterbildung Führen durch Einfluss in Freiburg · Kanton FribourgFühren durch Einfluss im Kanton Freiburg: Wie lässt sich die Qualität eines Vorschlags von sprachlicher Gewandtheit unterscheiden?

Im Kanton Freiburg arbeiten die Lebensmittelwirtschaft, die zweisprachige Industrie und das universitäre Umfeld häufig über die Saane hinweg zusammen; der Wechsel zwischen Französisch und Deutsch gehört zum Führungsalltag. Wie lässt sich beim Führen durch Einfluss verhindern, dass Gewandtheit in der Gesprächssprache zum unausgesprochenen Auswahlkriterium für Ideen wird?
Was die Literatur belegt
Shiri Lev-Ari und Boaz Keysar (2010, Journal of Experimental Social Psychology) untersuchten die Glaubwürdigkeit von Tatsachenaussagen, die auf Englisch mit unterschiedlichen Akzenten vorgelesen wurden. In ihren Experimenten wurden Aussagen mit einem nichtmuttersprachlichen Akzent als weniger wahr beurteilt als solche mit einem muttersprachlichen Akzent. Dieser Befund betrifft Wahrheitsurteile unter experimentellen Bedingungen, nicht die tatsächliche Kompetenz der sprechenden Personen.
Der Mechanismus: Leichtigkeit mit Gültigkeit verwechseln
Adam L. Alter und Daniel M. Oppenheimer (2009, Personality and Social Psychology Review) fassen die Forschung zur Verarbeitungsflüssigkeit zusammen, also zur subjektiven Leichtigkeit, mit der Informationen verarbeitet werden. Diese Leichtigkeit kann bei verschiedenen Urteilen, auch über den Wahrheitsgehalt, als Hinweis dienen, ohne die Qualität des Inhalts zu belegen. Für zweisprachige Diskussionen legt dieser Mechanismus ein Risiko nahe: Eine Schwierigkeit beim Zuhören wird der Argumentation zugeschrieben.

Der vorschnelle Schluss: jeden sprachlichen Unterschied beseitigen
Es wäre überzogen, jede Bevorzugung eines gut präsentierten Vorschlags als Verzerrung zu deuten. Klarheit kann auch auf sorgfältige Strukturierung zurückgehen, und ein Vorschlag muss diskutierbar sein, bevor er umgesetzt werden kann. Entscheidend ist, seine Argumente prüfbar zu machen, ohne die mündliche Gewandtheit der vortragenden Person als Beleg für deren Stichhaltigkeit zu behandeln. (unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende)
Die Grenzen: Ein Akzent im Experiment ist keine zweisprachige Zusammenarbeit
Experimente mit kurzen englischen Aussagen erlauben keine direkte Vorhersage von Entscheidungen französisch- und deutschsprachiger Teams in Freiburg. Bekanntes Fachwissen, bisherige Beziehungen und die jeweiligen Sprachkenntnisse können beeinflussen, wie ein Vorschlag aufgenommen wird. Auch die Übersetzung einer Unterlage garantiert keine faire Bewertung: Fachbegriffe und Übersetzungsqualität müssen weiterhin geprüft werden.
Eine überprüfbare Praxis in Freiburg
Ein hypothetisches Beispiel: Ein Freiburger Lebensmittelunternehmen, ein zweisprachiger Industriepartner und ein universitäres Team prüfen einen Vorschlag zur Verwertung eines Nebenprodukts. Im Rahmen des SHR-Programms « Manager par influence » wäre es eine geeignete Übung, ein französisch-deutsches Kurzpapier mit gleichwertigem Inhalt — Ziel, Belege, Unsicherheiten — vorzubereiten und vor sowie nach der mündlichen Präsentation individuelle Einschätzungen einzuholen. Das Protokoll würde jede Meinungsänderung samt Begründung festhalten und neue Informationen von einem blossen Präsentationseindruck unterscheiden. Die überprüfbare Kennzahl wäre der Anteil der Meinungsänderungen mit einem ausdrücklichen inhaltlichen Argument: ein Indikator für nachvollziehbare Urteile, kein Beweis für das Verschwinden von Verzerrungen. Weiterführend: entdecken Sie die Führen durch Einfluss-Weiterbildung in Freiburg im Kanton Freiburg, oder durchstöbern Sie unsere Weiterbildungen für Führungskräfte und Mitarbeitende in der Schweiz.
In Bildern: Führen durch Einfluss in Freiburg



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